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Warum die IT sich auf die Zukunft konzentrieren muss

24. November 2014  
Technologien für den privaten und für den geschäftlichen Bereich werden sich immer ähnlicher. Aus diesem Grund wird vielfach angenommen, dass es die Rolle des CIOs bald nicht mehr geben wird. Aber ist dies wirklich der Fall? Diese Sichtweise ist wenig vorausschauend, da sie den Wert von Unternehmens-IT auf die Komponenten Hardware und Software beschränkt. Was sie nicht berücksichtigt, sind die Einsichten und Fähigkeiten, die nötig sind, um wachsende Geschäftsfelder zu unterstützen und Risiken einzuschätzen. 

Nehmen Sie nur folgende Beispiele:

  • Datenintegration und -management
  • Vorausschauende und analytische Datenmodellierung
  • Datenklau, böswillige Angriffe und Sabotageakte
  • Erfüllung von Vorschriften verschiedenen Regierungsgruppen
  • Neue, datenbezogene Produkteigenschaften, Services und Tools, zum Beispiel: eingebaute Sensoren, flexible Auftragsabwicklung und Ortungsgeräte für Einzelhandelsgeschäfte
  • Unternehmensweite Skalierbarkeit und Flexibilität
  • Prozess- und Produkt/Service- Effizienzsteigerungen
Dennoch würde nicht jeder Unternehmens-IT als „modern“ bezeichnen, wie Thornton May in seinem Kommentar in der Computerworld unter dem Titel „Where is Modern IT Heading?“ schreibt.

„Unsere Fachrichtung wird eher als das Gegenteil von modern gesehen, das der modernen Zeit hinterherhinkt. Ich möchte der IT ein neues Image verleihen, das sie als Teil der Zukunft begreift und nicht als weit entfernt von ihr.“

Laut May werden IT-Abteilungen oft als reaktionsschwach, als kaum bereit zusammenzuarbeiten (May schiebt diese Tatsache auf das Fachchinesisch) und als kaum beteiligt an der Umsatzgenerierung gesehen. Das kann vielerlei Gründe haben, die nicht so leicht abzustellen sind. Es könnte zum Beispiel vorkommen, dass ältere Hardware, Software, Prozesse und sogar Techniker aufgrund des Mangels an Unterstützung durch die Führungskräfte, vertraglicher Verpflichtungen, Budgeteinschränkungen usw. in ihrer Arbeit bzw. in ihrem Einsatz bereits zu festgefahren sind.

Das soll jedoch nicht heißen, dass es keine Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Die Unternehmens-IT kann ihr Image allein dadurch optimieren, indem sie mehr Initiative zeigt, nicht nur im Hinblick auf interne Technologien, sondern auch hinsichtlich strategischer Entscheidungen im Unternehmen. Das ist heute vor allem aufgrund eines viel leichteren Zugangs zu großen Echtzeitdatenmengen, die unterschwellige Probleme aufzeigen, bevor diese Schaden anrichten können, möglich. So können viel genauere Vorhersagen bezüglich des Marktverhaltens, der Materialverfügbarkeit, der Kapazitätsauslastungen, der Kundenbedürfnisse und anderer Geschäftsfaktoren gemacht werden.

Auch bezüglich Systemverfügbarkeit und Up-Time muss im IT-Bereich in die Zukunft gedacht werden. Jeder Ausfall betrifft alle Kunden. IT-Abteilungen sollten deshalb hochmotiviert sein, sich für alle Fälle zu wappnen, auch für die schlimmsten.

Falls eine IT-Abteilung ihre Zeit damit verbringt, wochenalte Reports für Führungskräfte zusammenzustellen, kann man sagen, dass sie noch in einem reaktiven Modus operiert und weit davon entfernt ist, proaktiv zu handeln.

Die IT kann aber durchaus auch die Heldenrolle übernehmen, indem sie Möglichkeiten für proaktives Handeln aufzeigt und Systeme entwickelt, die proaktive Entscheidungsfindungen innerhalb eines Unternehmens ermöglichen.

Was könnte auch moderner sein als die Zukunft selbst?
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