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Endpoint Management – der Schlüssel zum Internet der Dinge (IoT)

28. April 2015  By Ian van Reenen
Zunächst ein paar Worte zum Internet der Dinge, das zurzeit in aller Munde ist. Es ist natürlich aufregend, sich vorzustellen, dass eines Tages der Kühlschrank klug genug sein wird, um zu wissen, was wir wollen, bevor wir es tun. Aber das Internet der Dinge ist keine Spielerei, sondern wird die Technologielandschaft - wie wir sie heute kennen - von Grund auf erneuern. Technologiedienstleister müssen das IoT daher im Blick behalten, da es ebenfalls um die Zukunft ihrer Services geht. 

In einfachen Worten umfasst das IoT jede Technologie, die dafür verwendet werden kann, Informationen zu sammeln und Systeme zu organisieren. Das Internet der Dinge wird im Allgemeinen als eine Sammlung einzelner Gebrauchsgegenstände, die mit dem Internet vernetzt sind, gesehen. Dies schloss bisher smarte Geräte wie Laptops, Server und Mobiltelefone nicht ein. Jedoch hat das Aufkommen von Mini-Computern wie dem Edison von Intel die Möglichkeit der allgegenwärtigen Intelligenz geschaffen, bei der alle Geräte smart sind, mehrere Verwendungszwecke haben und sich selbst regulieren – und deshalb organisiert werden müssen.

Jedes Gerät zählt

Solange Sie Ihre Geräte unabhängig davon, wo sie sich befinden oder an welches Netzwerk sie angeschlossen sind, nicht überblicken, können Sie nicht sicher sein, dass alles in Ordnung ist. Auf IoT-Plattformen verbinden sich Remote Management und Monitoring (RMM), Enpoint Management und Big Data – Sie müssen sich dazu in der Lage sehen, dieses Ökosystem zu organisieren. 

Wie im Fall von alltäglichen Servern, Laptops, Tablets und Telefonen beschränkt sich die Effektivität und Performance des IoT auf das verlässliche Monitoring und Management der Geräte und Systeme im Hintergrund. Laut Schätzungen von Gartner gibt es derzeit 1,4 Milliarden Rechnerplattformen weltweit. Durch die Einführung des Internets der Dinge soll sich diese Zahl auf 20 Milliarden im Jahr 2020 erhöhen – ein schier unglaublicher Anstieg. Diese hohe Anzahl an technischen Geräten am Laufen zu halten, ist nun eine technische Herausforderung größten Ausmaßes.

Sicherzustellen, dass Geräte und Systeme problemlos funktionieren und repariert oder ersetzt werden, wenn dies nicht der Fall ist, erfordert skalierbare, sichere und verlässliche Plattformen, die in Echtzeit die Leistung einer Vielzahl von Geräten monitort, welche die Daten, die von den IoT-Systemen geschaffen werden, zur Verfügung stellen und mit ihnen arbeiten.

Big Data und das Internet der Dinge – vereint im Kampf für das Gute?

Das tatsächliche IoT findet auf maschineller Ebene statt, wo Daten zwischen miteinander verbundenen Geräten ausgetauscht werden und Entscheidungen automatisch basierend auf vorher bestimmten Grenzwerten und der Prozesslogik getroffen werden. Hier zwei Beispiele: In bestimmten Teilen Londons können Fahrer per Smartphone für kostenpflichtiges Parken bezahlen und erhalten eine Erinnerungsnachricht, wenn ihre Zeit abläuft. Die niederländische Firma Sparked pflanzt Funksender in die Ohren von Kühen ein, um ihre Gesundheit zu überwachen und die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.

Um dies zu ermöglichen, verlassen sich diese Systeme auf Daten, um ihr Vorgehen zu automatisieren. Bei den Daten handelt es sich entweder um Echtzeitdaten, von Sensoren gelieferte Daten oder bereits aufgezeichnete Daten, die gespeichert und analysiert werden müssen. Hier kommt nun Big Data ins Spiel. Doch wem gehören diese Daten? Wer hat Zugang zu ihnen? Über welchen Zeitraum dürfen sie gespeichert werden? Diese Fragen werden Gegenstand vieler Debatten sein, während sich das Internet der Dinge weiterentwickelt. Sollte Ihre Krankenversicherung den Inhalt Ihres Kühlschranks überwachen dürfen, um höhere oder niedrigere Prämien zu verlangen? Oder sollte Ihr Energieanbieter überwachen dürfen, wie Sie sich in Ihrem Wohnraum bewegen, um Ihre Energiekosten optimieren zu können? Mit solcherlei Dilemma werden wir uns sehr bald auseinandersetzen müssen und wenn wir unsere Einwilligung in diese Prozesse geben, sollten wir sehr überzeugt von der Qualität und Richtigkeit der Daten sein, auf denen ihre Entscheidungen basieren.
Ian van Reenen
General Manager, Endpoint Management Product and Engineering
Ian ist dafür verantwortlich, die Produkt-Roadmap für Autotasks Endpoint Management sowie Entwicklung und Bereitstellung bei Autotask voranzutreiben.

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