Zurück

Leadership-Lektionen eines erfolgreichen Unternehmers – Teil 1

02. November 2015  By Jeremy Willis
2007 starteten mein Bruder und ich Advanced Intelligence Engineering noch als Nebenbeschäftigung. Heute, acht Jahre später, hat sich mein Bruder beruflich neu orientiert, und ich führe inzwischen ein expandierendes Unternehmen im Bereich Managed IT-Infrastructure Services mit sechs Mitarbeitern. 

Ich weiß sicherlich nicht alles über Unternehmensführung. Und dennoch wurde ich vor kurzem gefragt, welche meine drei wichtigsten Lektionen als Selbstständiger und Chef waren. Gerne fasse ich diese zusammen – vielleicht können auch andere von meinen Erfahrungen profitieren. Dieser Blogbeitrag handelt von der ersten Lektion. Die beiden anderen werde ich in Teil II vorstellen. 

Lektion 1: Werde aktiv, wenn die Zeiten schwierig sind! 
2009 gehörten mein Bruder und ich zu den Millionen von Leuten, die arbeitslos waren. Ich hatte ein sieben Tage altes Baby zu Hause – das zweite unserer drei Kinder – und musste rasch eine Anstellung finden. Ich konnte Erfahrungen im Bereich IT Business Development vorweisen und mein Bruder hatte Expertise in den Bereichen Informatik und Maschinenbau. Wir taten uns zusammen und machten uns als IT-Dienstleister selbstständig. Unser Geschäftskonzept: Kleineren Firmen Serviceleistungen auf dem Niveau von größeren Unternehmen zu liefern. Wir hatten weder Geld noch Kunden, aber wir waren motiviert. 

Meine Familie zu versorgen, war natürlich der wesentliche Grund, warum wir uns selbstständig machten. Aber wir lernten auch, dass es eine Chance sein kann, wenn man gezwungen ist, seine Pläne kurzfristig zu ändern. Das möchte ich auch Ihnen mit auf den Weg geben: Denken Sie darüber nach, was auf Grundlage Ihrer Fähigkeiten möglich ist. Finden Sie heraus, was sie benötigen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Vielleicht möchten Sie ja sogar ein eigenes Unternehmen gründen, um einen besseren Service anzubieten oder um einen effizienteren Weg zu finden, wie man ein Dienstleister wird, von dem andere profitieren können.  

Genau das haben mein Bruder und ich getan. Innerhalb von vier Jahren wuchs unsere Firma an auf zehn Mitarbeiter – Tendenz steigend.
Die Lektion, dass Krisen etwas Neues hervorbringen können, lernte ich 2014 erneut. Uns brach überraschend ein Großkunde weg, wir mussten Mitarbeiter entlassen und Positionen neu besetzen. Und als mein Bruder dann noch die Firma verließ, musste ich seine Fähigkeiten ersetzen. Es war eine harte Zeit, aber gezieltes Handeln rettete das Unternehmen und eröffnete uns sogar neue Zukunftschancen. Heute kann ich sagen, dass wir dank dieser Krisen besser dastehen. Die Herausforderungen haben mich dazu gebracht, mich mit wirklich intelligenten Leuten zu umgeben. Zusammen können wir Unternehmen einen viel besseren Service liefern als ich es jemals alleine könnte. 

Die Realität ist, dass Krisenzeiten uns dazu gebracht haben, unseren Kundenservice zu verbessern. Ein Jahr später installierten wir ein hocheffizientes Service-Desk und vervierfachten unsere Einnahmen durch Managed Services – alles motiviert dadurch, dass wir nach Wegen suchten, unsere Arbeit noch effizienter zu gestalten, anstatt einfach die Personalkosten zu reduzieren, und nach Möglichkeiten, unseren Kundenservice noch einmal zu verbessern. 

Der zweite Teil dieses Artikels wird in Kürze erscheinen. Darin schreibe ich darüber, wie wichtig es ist, Input aus einer Peergroup zu erhalten, die Wichtigkeit von Autotask für Ihr Unternehmen und wie man High Potentials unter seinen Mitarbeitern fördert. 
 
Jeremy Willis ist der Inhaber von Advanced Intelligence Engineering. AIE ist ein IT Managed Services Unternehmen, das in Chicago und im Norden von Illinois angesiedelt ist. Sie können Jeremy Willis auf Twitter folgen unter: @aie195.
Trending Posts
Folgen Tweets